<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/">

<channel>
	<title>Diskriminierung - jascha.wtf</title>
	<atom:link href="https://jascha.wtf/tag/diskriminierung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://jascha.wtf</link>
	<description>Dies&#38;Das&#38;Jenes</description>
	<lastBuildDate>Wed, 17 Jun 2026 11:16:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>

<image>
	<url>https://jascha.wtf/wp-content/uploads/cropped-favicon-1-1-32x32.jpg</url>
	<title>Diskriminierung - jascha.wtf</title>
	<link>https://jascha.wtf</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<atom:link rel="hub" href="https://pubsubhubbub.appspot.com"/>
<atom:link rel="hub" href="https://pubsubhubbub.superfeedr.com"/>
<atom:link rel="hub" href="https://websubhub.com/hub"/>
<atom:link rel="self" href="https://jascha.wtf/tag/diskriminierung/feed/"/>
<atom:link rel="search" type="application/opensearchdescription+xml" title="Search jascha.wtf" href="https://jascha.wtf/wp-json/opensearch/1.1/document" />	<item>
		<title>Computa, make them gay and horny</title>
		<link>https://jascha.wtf/computa-make-them-gay-and-horny/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/computa-make-them-gay-and-horny/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 20:28:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Allyship]]></category>
		<category><![CDATA[AO3]]></category>
		<category><![CDATA[Computa]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fandom]]></category>
		<category><![CDATA[Fanfiction]]></category>
		<category><![CDATA[Fetischisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gay Best Friend]]></category>
		<category><![CDATA[Heterofatalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[queer]]></category>
		<category><![CDATA[Queere Repräsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Slash Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[TikTok]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=3203</guid>

					<description><![CDATA[15176 Zeichen über das Computa-Meme und das Verhältnis von heterosexuellen Frauen zu schwulen Männer geschrieben. Und ich habe das Wort "Heterofatalismus" verwendet. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 8</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<p class="wp-block-paragraph">Auf TikTok steht es oft schon in den Kommentaren, bevor man weitergescrollt hat. Zwei Männer in einem Video, mehr braucht es nicht. Sie müssen sich nicht kennen, müssen nicht konventionell attraktiv sein, müssen nichts Besonderes tun. Sie müssen nur gleichzeitig im Bild sein und männlich. Das reicht. Der Kommentar lautet:&nbsp;<em>Computa</em>. Ein Wort, das nichts erklärt und ganz viel meint.&nbsp;<a href="https://knowyourmeme.com/memes/computa-make-x-into-y-computer-guy" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Julius Mondragon aus Chicago<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>&nbsp;geht seit Januar 2026 mit einer Ray-Ban-Kamerabrille durch die Stadt und gibt seinem imaginären Computer Befehle – „Computa, make this man gay“, „Computa, make these guys super gay and horny“ und filmt die Reaktionen. Ein Straßenprank, viele Millionen Views. Und dann haben hetero Frauen diese Videos gefunden. Seitdem steht „Computa“ unter jedem Video mit zwei Männern. Egal ob es zwei Freunde, zwei Kollegen oder zwei Serienfiguren sind. Am Ende sind es reale Menschen, die einfach nur im gleichen Bild sind. Mehr Voraussetzung gibt es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein junger Typ auf TikTok (das ich leider nicht mehr finde) hat dazu ein Video gemacht mit dem Titel „<em>Heated Rivalry</em> and <em>Computah</em> (sic!), <em>make these guys</em> has altered the internet forever.“ Er hat nicht ganz unrecht, dass sich gerade etwas verschoben hat. Er hat nur keine Ahnung, dass jetzt nur an die Oberfläche schwappt, was schon lange da vorher da war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach meinem Outing in der Schule entdeckte eine Klassenkameradin plötzlich ihr Interesse an mir als Person. Sie wollte shoppen gehen und über Jungs reden. Ich hörte Metal, Gothic und Punk, hatte komische Hobbies und war in Habitus und Optik so ziemlich das Gegenteil von dem, was sie sich unter ihrem Gay Best Friend vorgestellt hatte. Sie hat es trotzdem versucht (the audacity!) Ich weigerte mich, das Spielchen mitzumachen und das Interesse erlosch entsprechend schnell. Was blieb, war die Frage, die mich seitdem nicht losgelassen hat: Was ist eigentlich schwuler als als Mann mit einem Mann Sex zu haben? Die Antwort, die dieses Muster impliziert: offenbar sehr vieles. Wer das Stereotyp nicht bedient, wer kein <a href="https://sexandthecity.fandom.com/wiki/Stanford_Blatch" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Stanford Blatch<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> sein will, nicht sassy ist, kein Interesse an ihren Outfits hat und nicht ihr emotionales Haustier werden will zählt in diesem Konstrukt schlicht nicht als das richtige Exemplar.&nbsp;<a href="https://stanforddaily.com/2013/04/09/i-am-not-your-gay-best-friend/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Cooper Williams hat das 2013 für den Stanford Daily beschrieben<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>: Schwule Männer werden reduziert auf eine Wundertüte voller sassy One-Liner und gehässiger Wortspiele. Der Gay Best Friend ist der entkörperte, entzahnte, ungefährliche schwule Mann. Er ist personal Shopper, emotionale Stütze und Resonanzboden in eine Richtung, dessen Identität nicht durch ihn definiert wird, sondern durch seinen Nutzen für sie. Er spiegelt, ohne selbst gespiegelt zu werden. Was das Muster so stabil macht: es tarnt sich als Freundschaft, als Akzeptanz und als Offenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber der Gay Best Friend als Figur ist nicht der Ursprung des Problems. Der Ursprung liegt 1974.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.themarysue.com/first-published-slash-fanfiction/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Diane Marchant veröffentlichte im Star-Trek-Fanzine&nbsp;<em>Grup</em>&nbsp;#3 eine rund 500 Wörter kurze Geschichte<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>, in der sich Kirk und Spock körperlich näherkommen. Keine Namen, verschleierte Pronomen – aber über dem Text eine Zeichnung von Marchant selbst: Kirk und Spock in einer Umarmung. „A Fragment Out of Time“ gilt als erste veröffentlichte Slash-Fanfiction überhaupt. Der Begriff „Slash“ kommt von diesem Schrägstrich: In der Fanzine-Kultur der 1970er Jahre signalisierte „&amp;“ zwischen zwei Charakternamen Freundschaft oder Abenteuer, während der Schrägstrich – Kirk/Spock – romantische oder sexuelle Bedeutung hatte. Diese Konvention wanderte mit der Community durch alle folgenden Jahrzehnte: Usenet-Mailinglisten, LiveJournal, fanfiction.net, und schließlich AO3, wo der Schrägstrich zwischen zwei Namen bis heute genau das bedeutet, was er 1974 bedeutete. Eine Frau hat das erfunden, für ein überwiegend weibliches Publikum, mit zwei männlichen Figuren als Hauptcharakteren und das Genre, das daraus entstanden ist, hat diese Grundkoordinaten in fünfzig Jahren nie verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Heated Rivalry</em>, die Serie, die gerade die Computa-Kommentare befeuert, begann als Stucky-Fanfiction. Stucky steht für Steve Rogers/Bucky Barnes, eines der meistgelesenen Pairings auf Archive of Our Own. Der Weg von Diane Marchants Geschichte in einem Star-Trek-Zine zu einem Amazon-Bestseller über zwei Hockey-Spieler ist kürzer, als er aussieht, weil es immer dieselbe Struktur ist: schwule Männer als Stars, hetero Frauen als Publikum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://electricliterature.com/why-are-so-many-gay-romance-novels-written-by-straight-women/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Claire Rudy Foster hat das 2018 für Electric Literature auseinandergenommen<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>: Die Autorinnen behandeln ihre Figuren wie Puppen – „She shoves the rubber faces together and smudges them against one another:&nbsp;<em>Now kiss.</em>“ Auf <a href="https://itsannamarie.substack.com/p/why-are-straight-women-obsessed-with" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Substack-Text von Anna Marie zur&nbsp;<em>Heated Rivalry</em>-Debatte<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>&nbsp;liefert sie die Erklärung, die die Autorinnen selbst geben würden: Gay male content biete einen Raum, in dem Begehren ohne die üblichen Kosten möglich sei. Keine weibliche Protagonistin, mit der man sich messen oder durch die man objektiviert werden könnte. Die Dynamik, die Philosophieprofessorin Ellie Anderson als „female demand-male withdraw pattern“ beschreibt, also Frauen als Beziehungs-Pflegende, Männer die sich entziehen, fällt weg, wenn keine Frau in der Geschichte vorkommt, weil zwei Männer die emotionale Schwerstarbeit selbst übernehmen müssen. Die Sehnsucht dahinter ist nachvollziehbar. Ihre Konsequenz ist es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn was dieses Publikum verlangt, hat eine sehr spezifische Form. Autor Aaron Aceves, selbst bisexuell und Verfasser von&nbsp;<em>This Is Why They Hate Us</em> (Ich habe es gerne gelesen und empfehle das Buch hiermit weiter), hat das&nbsp;<a href="https://www.out.com/books/gay-books-by-gay-writers" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">in einem Out-Magazin-Artikel<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>&nbsp;präzise beschrieben: Wenn nicht-männliche Autorinnen für ein nicht-männliches Publikum schreiben, wird ihre Arbeit gefeiert, auch wenn sie Fehler machen oder etwas Problematisches schreiben. Wenn schwule Männer über ihre eigenen Erfahrungen schreiben, werden sie als gefährlich eingestuft, weil das Publikum an unrealistische oder desinfizierte Darstellungen schwuler Sexualität gewöhnt ist und authentischere Darstellungen schlicht nicht erkennt. Aceves wurde für seinen eigenen Roman beschuldigt, CSAM geschrieben zu haben, weil sein Protagonist mehr wollte als Händchenhalten. Das ist kein Zufall und kein Einzelfall, es ist die direkte Konsequenz davon, dass ein ganzes Genre schwuler Sexualität über Jahrzehnte ein Bild eingeschrieben hat, das mit der Realität schwulen Sexes so gut wie nichts zu tun hat. Die Szenen in diesen Büchern sind sauber, auf Konsumierbarkeit optimiert, auf eine bestimmte Vorstellung von schwuler Intimität zugeschnitten, die vor allem eines nicht sein darf: fremd. Zwei Männer, die sich zärtlich anschauen. Vielleicht ein Kuss (Ja, es gibt auch schwule Erotica von Frauen und selbst die ist bereinigt). Körper, die keine eigene Logik haben, keine eigenen Bedürfnisse, keine eigene Sprache sondern Projektionsflächen, die sich für alle Fantasien öffnen lassen. Was schwuler Sex tatsächlich ist, wie er sich anfühlt, was er bedeutet für Männer, die ihr Leben lang dafür verfolgt, pathologisiert oder unsichtbar gemacht wurden, das kommt in diesen Büchern nicht vor, weil es das Publikum stören würde. Und wenn ein schwuler Autor es trotzdem beschreibt, wird das nicht als Authentizität gelesen, sondern als Bedrohung. Die Ironie daran ist fast zu schön: Das desinfizierte Bild schwuler Sexualität gilt als normal. Das reale gilt als CSAM. Leser*innen hätten&nbsp;<em>Heartstopper</em>&nbsp;geliebt und dann sein Buch verrissen, schreibt Aceves.&nbsp;<em>They Both Die at the End</em>&nbsp;von Adam Silvera, einer der wenigen großen Erfolge eines schwulen Autors in diesem Genre, ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt: Verglichen mit den Verkaufszahlen und Verfilmungen von&nbsp;<em>Love, Simon</em>,&nbsp;<em>Heartstopper</em>&nbsp;oder&nbsp;<em>Heated Rivalry</em>&nbsp;sind schwule Autoren im eigenen Genre strukturell unsichtbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieselbe Logik, außerhalb des Buchmarkts: Ein&nbsp;<a href="https://www.reddit.com/r/gaybros/comments/1qc5oyp/heated_rivalrys_toxic_fandom_discourse/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Thread auf r/gaybros über&nbsp;<em>Heated Rivalry</em>&nbsp;und seine Fandom-Dynamiken<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> beschreibt, was passiert, wenn ein schwuler Mann zu offen schwul wird. Schauspieler Connor Storrie war begehrenswert, solange seine Queerness mehrdeutig genug war, um Projektionen zuzulassen. Als er unverkennbar und komfortabel schwul wurde, nicht durch ein Coming-out-Statement, einfach durch sein Auftreten, schlug die Begeisterung in Unbehagen um, in Nörgeln, in teils offen homophobe Untertöne. Gleichzeitig wird sein Co-Star Francois Arnaud von Teilen der Fanbase als „creepy“ und „zu alt“ bezeichnet, weil er als real existierender Mann die Fantasie stört. Ein 26-Jähriger wird in diesem Kontext als „Kind“ bezeichnet, das vor einem 40-Jährigen geschützt werden muss. Das geschieht nicht aus echtem Schutzimpuls heraus, sondern weil die parasoziale Projektion verteidigt wird. Queerness ist willkommen, solange sie konsumierbar und projizierbar bleibt. Der Moment, in dem ein schwuler Mann einfach ein schwuler Mann ist endet die Toleranz. Im Buchmarkt leiser, mit Verlagsverträgen. Im Fandom lauter, mit Hate-Kommentaren. Die Bedingung ist dieselbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum das gerade jetzt so intensiv eskaliert, hat einen Kontext, den&nbsp;<a href="https://www.vogue.com/article/is-having-a-boyfriend-embarrassing-now" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Chante Josephs Vogue-Artikel über Heterofatalismus<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> liefert. „Why does having a boyfriend feel Republican?“ stand als Top-Kommentar unter einem Podcast-Video. „Boyfriends are out of style.“ Content-Creator*innen verlieren Follower, wenn sie ihre Partner posten. Stephanie Yeboah, Autorin unter anderem für  British-Vogue, Elle und den Guardian, verlor nach dem Hard-Launch ihres Boyfriends hunderte Follower. Heterosexualität ist kulturell gerade ein Image-Problem. Das nicht weil Frauen aufgehört hätten, Männer zu begehren, sondern weil die politische und soziale Bilanz der Heterosexualität so düster ist, dass man sich öffentlich lieber davon distanziert. Das Begehren selbst geht allerdings nirgendwo hin. Es sucht also einen Kanal, der weniger peinlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gay male content ist dieser Kanal. Man kann Männlichkeit begehren, Romantik zwischen Männern konsumieren, „Computa make these guys gay“ unter ein Bild zweier befreundeter Menschen schreiben ohne den sozialen Preis des&nbsp;<em>boyfriend girl</em>&nbsp;zu zahlen und ohne das kulturelle Stigma der Frau, die sich über ihren Mann definiert.&nbsp;<a href="https://www.bustle.com/p/why-i-want-straight-women-to-stop-telling-me-they-wish-they-were-gay-21095107" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Aoife Hanna hat für Bustle beschrieben<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>, was „I wish I were gay and in a mlm relationship“ wirklich bedeutet, wenn man es zu Ende denkt: keine Solidarität mit queeren Menschen, sondern die Sehnsucht, Männer begehren zu können ohne die politische Peinlichkeit der Heterosexualität. Schwule Männer werden zum Druckventil für eine Identitätskrise, die nicht ihre ist und zwar unter der einen Bedingung, die schon Aceves und Storrie sichtbar gemacht haben: dass sie projizierbar bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Fanfiction ist es kein großer Schritt zur Ästhetik.&nbsp;<a href="https://tsl.news/opinion-steal-aesthetic-pathetic/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Ein Meinungstext aus dem Student Life<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>&nbsp;macht das konkret: Queere Ästhetik ist kein Selbstzweck, sondern ein Erkennungssystem. Weil Heteronormativität Heterosexualität als Default setzt, müssen queere Menschen aktiv signalisieren: durch Kleidung, Auftreten und Symbole, die für andere queere Menschen lesbar sind. Wenn diese Signale von cis hetero Menschen als Fashion-Statement übernommen werden, funktioniert das System nicht mehr. Man entwickelt Interesse an jemandem, der queere Codes trägt, und stellt fest, dass er oder sie sie als Dekoration benutzt. Das passiert täglich und hat reale Konsequenzen für reale Menschen. „Computa“ ist die digitale Entsprechung: queere Sexualität als Look, den man kurz anlegt, unter ein Video schreibt und wieder ablegt, ohne irgendetwas davon zu tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderer junge TikToker (auch dieses video finde ich bestimmt wieder) sagt, Frauen hätten durch&nbsp;<em>Heated Rivalry</em>&nbsp;und <em>Computa</em> einen Fetisch entdeckt, „that they never realized they wanted„m nämlich ihre eigenen Partner, ihre Boyfriends, ihre Männer mit anderen Männern zu sehen. Er meint das deskriptiv, fast bewundernd. Was er dabei übersieht: das sind keine fiktionalen Charaktere mehr, das sind reale Menschen im eigenen Leben, die per Wunsch umsortiert werden. Und mit dem Aufstieg von KI-Bildbearbeitung ist „Computa“ inzwischen nicht mehr nur Kommentar-Slang. KI-generierte Edits realer Personen und Serienszenen kursieren, die exakt diese Logik technisch ausführen. Zwei Männer im Bild, Prompt ins Textfeld, fertig. Was dabei entsteht, teilt die Grundstruktur mit allem anderen, was wir über nicht-einvernehmliche sexualisierte Bildbearbeitung wissen: es geht nicht um die Person im Bild, es geht um das Recht, sie nach eigenen Vorstellungen umzuformen. Es geht darum Macht über die abgebildete Person auszuüben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es bemerkenswert, wie selbstverständlich, mit welcher Leichtigkeit „Computa“ in die Kommentare geschrieben wird. Zwei Männer stehen nebeneinander? Computa. Zwei Freunde machen Urlaub? Computa. Zwei Kollegen lachen miteinander? Computa. Zwei Charaktere teilen sich drei Sekunden Screentime? Computa Computa COMPUTA!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe in TikTok Kommentaren versucht zu erklären, warum das doof ist. Andere haben es auch versucht. Mir ist in den Antworten dazu aufgefallen, mit welcher Hartnäckigkeit all das als Allyship verkauft wird. Es würde nämlich schwul-sein normalisieren. Ich sehe das anders. Wer unter jedes zweite Video von Männern „Computa, make these guys gay and horny“ schreibt, ist kein Ally.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer schwule Männer als romantische Dekoration konsumiert, aber reale schwule Männer unangenehm findet, sobald sie zu eindeutig schwul werden, ist kein Ally. Wer hunderte Male über zwei Männer fantasieren kann, aber bei einem schwulen Autor zusammenzuckt, sobald dessen Figuren tatsächlich wie schwule Männer reden, denken oder Sex haben, ist kein Ally.<br>Wer sein ganzes Verständnis schwuler Männlichkeit aus&nbsp;Heartstopper, Hockey-Romanzen und AO3-Tags bezieht und anschließend echten schwulen Männern erklärt, welche Darstellung von Schwulsein problematisch sei, ist erst recht kein Ally.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dich jetzt ertappt fühlst: Herzlichen Glückwunsch. Endlich gibt es mal einen Text über dich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon ab habe ich ohnehin den Verdacht, dass ein beträchtlicher Teil der modernen Allyship aus Menschen besteht, die das Wort „slay“ sagen, Regenbogen-Emojis benutzen und sich für die Rechte queerer Menschen einsetzen, solange diese bitte weiterhin die Form von fiktionalen Briten mit perfekter Hautpflege und einem Slow-Burn-Romance-Arc behalten. Es gibt zum Glück einen einfachen Test: Leg die Fanfiction weg. Hör auf über zwei Hockeyspieler zu thirsten. Pack die Projektionsfläche weg. Und stell stattdessen einen echten schwulen Mann in den Raum. Einen mit komischen Hobbys, fragwürdiger Musik, schlechten Meinungen über deine Lieblingsserie und der unangenehmen Angewohnheit, eine vollständige Person zu sein. Wenn das Interesse dann schlagartig verschwindet, war es vielleicht nie Solidarität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn vielleicht bedeutet „Computa, make him gay“ am Ende gar nicht wirklich „make him gay“. Vielleicht bedeutet es eher: Mach ihn verfügbar. Für Fantasien. Für Projektionen. Für Sehnsüchte. Für Geschichten, die mit ihm mehr zu tun haben als über ihn. Und falls du nach der Lektüre dieses Textes noch immer das Bedürfnis verspürst, unter das nächste Video von zwei zufälligen Männern „Computa“ zu schreiben, habe ich ebenfalls einen Vorschlag: Mach mal Fenster auf Kipp und geh Gras anfassen. Frische Luft und ein bisschen erden soll ja manchmal ganz gut sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://bookmarks.jascha.wtf/?searchtags=computa-make-them-gay-and-horny" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Hier sind alle Links aus dem Artikel in einer Übersicht.<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/computa-make-them-gay-and-horny/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/standard_soc-med.jpg" length="30975" type="image/jpeg"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/standard_soc-med.jpg" width="1080" height="567" medium="image" type="image/jpeg"/>	</item>
		<item>
		<title>Liberté, diversité, perversité! – Warum Kink zum CSD gehört</title>
		<link>https://jascha.wtf/liberte-diversite-perversite/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/liberte-diversite-perversite/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 11:58:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erlebt]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Street Day]]></category>
		<category><![CDATA[CSD]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Dykes on Bikes]]></category>
		<category><![CDATA[Fetisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kink]]></category>
		<category><![CDATA[Leder]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTQI]]></category>
		<category><![CDATA[Stonewall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=2574</guid>

					<description><![CDATA[Jedes Jahr die gleiche Debatte: Gehören BDSM, Kink und Fetisch zum CSD? Die Antwort ist eindeutig ja – und wer das bestreitet, reproduziert dieselben diskriminierenden Mechanismen, gegen die Pride ursprünglich antrat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 4</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel ist eine aktualisierte Fassung meines alten Beitrags „Liberté, diversité, perversité! (oder Kinkstropher Street Day)“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Jahr die gleiche Debatte: Gehören BDSM, Kink und Fetisch zum CSD? Die Antwort ist eindeutig ja – und wer das bestreitet, reproduziert dieselben diskriminierenden Mechanismen, gegen die Pride ursprünglich antrat.</p>



<span id="more-2574"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Das Problem: Consent als Waffe gegen queere Sichtbarkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der zentrale Vorwurf gegen Kink beim CSD lautet systematisch: „BDSM benötigt Zustimmung und ich habe nicht zugestimmt, das zu sehen.“ Diese scheinbar progressive Argumentation entlarvt sich bei genauerer Betrachtung als perfide Umdeutung eines emanzipatorischen Konzepts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 verstärken koordinierte Trollkampagnen wie z.B. „<a href="https://www.vice.com/en/article/7kpbba/operation-pridefall-4chan-gay-pride-2020" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Operation Pridefall<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>“ diese Dynamik gezielt. Diese auf 4chan organisierte Kampagne zielte darauf ab, durch systematische Verbreitung homophober Propaganda und gezielte Grooming-Vorwürfe gegen queere Kinkster die öffentliche Meinung zu manipulieren. Die <a href="https://www.thepinknews.com/2020/06/03/operation-pridefall-alt-right-4chan-discord-cyber-attack-pinknews-lgbt-pride-month/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">dokumentierte Strategie<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> ist explizit: „Graduelle Verschiebung der Diskussion“, um „Menschen dazu zu bringen, LGBTQ-Community-Mitglieder als Pädophile zu betrachten“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese manipulativen Narrative finden längst Eingang in vermeintlich progressive queere Debatten. Ein aktuelles Beispiel aus 2025: Der <a href="https://schwulissimo.de/neuigkeiten/streit-beim-csd-bielefeld-debatte-um-fetisch-gruppen" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">CSD Bielefeld verlangt von Fetisch-Gruppen spezielle „Konsenskonzepte“<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> – eine Sonderbehandlung, die für andere Teilnehmer*innen nicht gilt. Dahinter steht die Unterstellung, Kinkster seien „besonders anfällig für sexualisierte Gewalt“. Die Linke queer spricht zu Recht von „inakzeptabler Diskreditierung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Bielefeld diskriminiert, <a href="https://www.csd-remscheid.de/2024/05/23/fetischmasken-beim-csd-ja-natuerlich/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">stellt der CSD Remscheid klar<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>: „Fetisch gehört zum CSD und zur queeren Community. Solange Gesetze und Regeln eingehalten werden […] ist Platz für alle, die stolz und frei auf die Straße gehen.“ Und Köln feiert 2025 explizit mit <a href="https://www.colognepride.de/events" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Xtreme! und anderen Fetisch-Events<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> als integralen Bestandteil der Pride-Woche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Historische Kontinuitäten: Von Transvestiten-Gesetzen zu modernem „Consent-Shaming“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Instrumentalisierung des Consent-Begriffs gegen queere Sichtbarkeit folgt einer bewährten Strategie: Bereits die US-amerikanischen Anti-Transvestiten-Gesetze argumentierten, das Tragen geschlechtsuntypischer Kleidung sei strafbar, weil die Öffentlichkeit dem nicht „zugestimmt“ habe. Gegen genau diese Logik rebellierten die Menschen bei <a href="https://www.nationalgeographic.com/history/article/stonewall-uprising-ignited-modern-lgbtq-rights-movement" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Stonewall 1969<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> – ein Aufstand, an dem Kinkster, Fetischisten und Lederträger zentral beteiligt waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland manifestierte sich diese Logik in <a href="https://www.lsvd.de/de/ct/1022-Paragraph-175-StGB-Verbot-von-Homosexualitaet-in-Deutschland" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">§175 StGB<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> besonders perfide: Der Paragraph diente nicht nur der direkten Kriminalisierung, sondern auch „als Rechtfertigung für Überwachung und Polizeirazzien an Schwulentreffpunkten, ebenso für das Führen von Rosa Listen“. Die Hamburger Polizei <a href="https://www.spiegel.de/politik/dicker-hammer-a-c486aefb-0002-0001-0000-000014331869" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">observierte jahrelang schwule Männer<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> „durch einen Spezialspiegel“, um sie nach §175 anzuzeigen – staatliche Voyeure, die ihre Gewalt durch vermeintlichen „Schutz der Öffentlichkeit“ legitimierten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lederdaddys: Queere Fürsorge in Zeiten staatlicher Gewalt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn heute ein 70-jähriger Lederdaddy stolz seine <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Leather_pride_flag" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Lederpride-Flagge<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> schwenkt, trägt er die Geschichte einer Generation mit sich, die während der AIDS-Krise nicht nur mit staatlicher Vernachlässigung, sondern mit aktiven Vernichtungsfantasien konfrontiert war. Während in Bayern diskutiert wurde, „HIV-Positive in Lager zu verfrachten“, bildeten Leder Communities und „Dykes on Bikes“ Ersatzfamilien für Sterbende, die von ihren biologischen Familien verstoßen worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fürsorgearbeit geschah nicht trotz, sondern wegen ihrer „Andersartigkeit“. Die Leder Community entwickelte bereits in den 1950ern <a href="http://www.onyxnynortheast.org/hanky-code-introduction" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Codes der Erkennung<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> – Bandanas, Hanky-Codes, spezifische Kleidung – als Überlebensstrategie in einer feindlichen Umgebung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pride als radikale Existenzfeier</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pride wurde von „Kinkstern, Fetischist*innen, gender non-conforming, queeren Menschen“ gegründet, nicht von „desinfizierten schwulen Männern“ (Original: „desinfected gay men“). Brenda Howard, Mitorganisatorin des ersten Christopher Street Liberation Day 1970, war „jüdisch, behindert, Sexarbeiterin, Kinksterin“ – ihr Slogan: „Bi, Poly, Switch – ich bin nicht gierig, ich weiß, was ich will.“ (Origina: „Bi, Poly, Switch – I’m not greedy, I know what I want.“)</p>



<p class="wp-block-paragraph">1973 wurden Stonewall-Aktivist*innen von assimilationistischen Schwulen ausgebuht – aus Sylvia Riveras legendärer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Jb-JIOWUw1o" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">„Y’all Better Quiet Down“-Rede<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> stammt die bis heute gültige Kritik an der Vereinnahmung radikaler queerer Politik durch bürgerliche Normalisierungsbestrebungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Systemanalyse: Kommerzialisierung als Disziplinierungsinstrument</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte um Kink beim CSD ist kein kultureller Konflikt, sondern Ausdruck struktureller Machtverhältnisse. Sponsoren wie PayPal oder Deutsche Bank haben ein materielles Interesse an „sauberen“ Prides – dieselben Institutionen, die Sexarbeiter*innen systematisch von Finanzdienstleistungen ausschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">CSD-Veranstalter*innen internalisieren diese Zwänge und schaffen präventiv „sichere Umfelder“ für Konzerne. Das Ergebnis: sanitized Pride, die ihre eigenen historischen Wurzeln verleugnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Selektivität der Empörung: Strukturelle Queerfeindlichkeit entlarven</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Warum erregt queere Lederkleidung beim CSD Anstoß, während dieselbe Kleidung in heteronormativen Kontexten (Clubs, Werbung, Film) als „normal“ gilt? Diese Selektivität entlarvt das wahre Problem: Nicht die Kleidung ist das Problem, sondern ihre Träger*innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die systematische Verknüpfung von queerer Kink-Sichtbarkeit mit Grooming-Vorwürfen – ein Kernbestandteil von „Operation Pridefall“ – funktioniert nur, weil sie an tiefsitzende queerfeindliche Stereotype anknüpft. Diese false-flag operations nutzen die Verunsicherung queerer Communities aus, um interne Spaltungen zu vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2022 bezeichnete die Rapperin Katja Krasavice Kinkster beim Berliner CSD als „Perverse“ und „Pädophile“, die „ihre ekelhaften, perversen Fantasien ausleben“ wollen. Ihre Hetze fand <a href="https://csd-berlin.de/kommentar-von-barbie-breakout" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">breite mediale Aufmerksamkeit<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> und zeigt, wie manipulative Narrative selbst von queeren Personen internalisiert und reproduziert werden. 2024 griff eine <a href="https://queernations.de/csd-zwischen-radikaler-gegenkultur-und-gesellschaftlicher-mitte/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">breit diskutierte YouTube-Debatte<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> um die Transfrau PersiaX diese Argumentationsmuster erneut auf, wobei erstmals sichtbar wurde, wie ein „diverses und wahrscheinlich mehrheitlich heterosexuelles Publikum“ auf diese Themen reagiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Doppelte Standards: Der allgegenwärtige Hetero-Voyeurismus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich durch die Stadt gehe, konfrontiert mich permanent sexualisierte Werbung, ob ich will oder nicht. <a href="https://de.statista.com/infografik/11990/frauenbild-in-der-werbung/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">30% der Frauen werden in der Werbung sexualisiert dargestellt<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> – eine Omnipräsenz, gegen die niemand „Consent-Verweigerung“ geltend macht. Ich sehe auf Bildern von Hetero-Partys, wie <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/aus-der-subkultur-in-den-mainstream-das-ledergeschirr-als-berliner-mode-statement-9365603.html" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">queere Ästhetik zur Party-Kleidung wird<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>: Ledergeschirr „ist inzwischen eher in Kostümläden als in Sexshops zu finden“. Da hat mich auch niemand gefragt, ob ich das sehen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wenn ich als queerer Mensch dieselbe Kleidung trage, die Heteros für ihre Partys appropriiert haben, betreibe ich angeblich „Grooming“. Die <a href="https://werbemelder.in/pages/kriterien-und-beispiele" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Initiative „Werbemelder*in“<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> dokumentierte systematisch, wie „sexistische Werbung aus der Wirtschaft“ den öffentlichen Raum dominiert – allein 2019 gingen <a href="https://ereignishorizont-digitalisierung.de/gesellschaftspolitik/beispiele-der-sexualisierung-im-online-marketing/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">120 Beschwerden über geschlechterdiskriminierende Werbung<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> beim Deutschen Werberat ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heteros dürfen jeden Quadratmeter öffentlichen Raums sexualisieren, queere Ästhetik für ihre Events kommodifizieren und ihre Körper zur Schau stellen – aber queere Sichtbarkeit wird sofort pathologisiert. Diese Doppelmoral entlarvt das wahre Problem: Es geht nicht um „Kinderschutz“, sondern um die Kontrolle queerer Körper und die Aufrechterhaltung heteronormativer Hegemonie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Consent richtig verstanden: Gegen instrumentalisierten Kinderschutz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der manipulative Verweis auf „die Kinder“ reproduziert klassische Ausgrenzungsnarrative. Kinder existieren beim CSD nicht im luftleeren Raum – sie sind mit Eltern da, die für altersgerechte Erklärungen zuständig sind. Die Forderung, queere Sexualität aus der Öffentlichkeit zu verbannen, weil Kinder sie sehen könnten, ist strukturell identisch mit den Argumenten gegen jede queere Sichtbarkeit überhaupt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Echter Kinderschutz würde diese Kinder vor queerfeindlicher Indoktrination schützen, nicht vor der Erkenntnis, dass Menschen verschieden leben und lieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Kink als integraler Bestandteil queerer Befreiung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kink gehört zum CSD, weil Kink zur queeren Geschichte gehört. Wer das bestreitet, sollte sich ehrlich fragen: Will ich Pride als Feier queerer Befreiung – oder als Scharade für die Anerkennung durch eine Gesellschaft, die uns nur akzeptiert, wenn wir uns selbst verleugnen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Antwort auf diese Frage entscheidet darüber, ob Pride ein Akt der Rebellion bleibt oder zur Folklore einer Bewegung wird, die ihre eigenen Kämpfer*innen vergessen hat.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="wp-block-paragraph"><em>Den Titel verdanke ich <a href="https://eldritch.cafe/@der_zaunfink" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">@der_zaunfink<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>. Lest auch <a href="https://derzaunfink.wordpress.com" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">seinen Blog<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>.</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/liberte-diversite-perversite/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/kinkatpride.jpg" length="68736" type="image/jpeg"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/kinkatpride.jpg" width="1080" height="567" medium="image" type="image/jpeg"/>	</item>
		<item>
		<title>Kann Hetenfeindlichkeit enthalten: Phrasendrescher</title>
		<link>https://jascha.wtf/kann-hetenfeindlichkeit-enthalten-phrasendrescher/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/kann-hetenfeindlichkeit-enthalten-phrasendrescher/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jul 2022 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[#LoveisLove]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTQI]]></category>
		<category><![CDATA[netzpolitik.org]]></category>
		<category><![CDATA[Phrasen]]></category>
		<category><![CDATA[queer]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=863</guid>

					<description><![CDATA[#LoveisLove! Solche Solidaritätserklärungen machen unseren Kolumnisten Jascha Urbach sauer. Strukturelle Queerfeindlichkeit lässt sich nicht mit Phrasen aus den Köpfen dreschen. Und Liebe ist eben längst noch nicht Liebe, sonst müssten wir ja nicht drüber reden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> &lt; 1</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minute</span></span>
<p class="wp-block-paragraph">So heißt meine Kolumne bei <a href="https://netzpolitik.org" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">netzpolitik.org<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>, die heute mit der ersten Ausgabe starte und fortan am dritten Sonntag im Monat erscheint. Die erste Folge heißt „<a href="https://netzpolitik.org/2022/kann-hetenfeindlichkeit-enthalten-phrasendrescher/" target="_blank" rel="noreferrer noopener external" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Phrasendrescher<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>“ und darum geht es: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>#LoveisLove! Solche Solidaritätserklärungen machen unseren Kolumnisten Jascha Urbach sauer. Strukturelle Queerfeindlichkeit lässt sich nicht mit Phrasen aus den Köpfen dreschen. Und Liebe ist eben längst noch nicht Liebe, sonst müssten wir ja nicht drüber reden.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px">Das Titelbild stammt von netzpolitik.org und ich verwende es hier einfach nochmal.</p>


]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/kann-hetenfeindlichkeit-enthalten-phrasendrescher/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/netzpoliti_kolumne.jpg" length="157806" type="image/jpeg"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/netzpoliti_kolumne.jpg" width="1920" height="1080" medium="image" type="image/jpeg"/>	</item>
		<item>
		<title>CN HIV – warnt doch gleich vor Positiven</title>
		<link>https://jascha.wtf/cn-hiv-warnt-doch-gleich-vor-positiven/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/cn-hiv-warnt-doch-gleich-vor-positiven/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2022 12:03:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Content Note]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Inhaltshinweis]]></category>
		<category><![CDATA[Stigma]]></category>
		<category><![CDATA[Trigger Warnung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=634</guid>

					<description><![CDATA[Content Notes können sehr wichtig sein – es gibt aber definitiv einen Hinweis, den ihr nicht verwenden sollt: CN HIV.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 3</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Content Notes</strong> (deutsch: <strong>Inhaltshinweise</strong>) sind ein wichtiges Werkzeug, um bestimmte Inhalte eines Texts im Vorfeld anzuzeigen, so dass sich jede Person, die den Text lesen möchte, auch vorher überlegen kann, ob sie sich den Inhalten gerade gewachsen fühlt und/oder sich jetzt gerade mit diesen Inhalten auseinander setzen will. Content Note ist die entpathologisierte Form von Trigger Warnung.</p>



<span id="more-634"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Über das für und wieder von Content Notes/Trigger Warnungen möchte ich hier gar nicht schreiben, denn das haben andere sehr viel besser getan als ich – z.B. <a href="https://twitter.com/EleaBrandt" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Elea Brandt<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>, die sich dem Thema von wissenschaftlicher Seite genähert hat und einen sehr langen Artikel über <a href="https://eleabrandt.de/2019/04/12/mythbusting-triggerwarnungen-in-buechern/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Triggerwarnungen in Büchern geschrieben hat<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>, mit verlinkten Studien und dem Ergebnis: es kommt drauf an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Beitrag geht es um genau eine Content Note: HIV. Manchmal sehe ich auf Twitter, in anderen Netzwerken und auch in Chats, dass jemand „<strong>CN HIV</strong>“ schreibt, da es in dem Text nun mal um HIV geht. Hin und wieder habe ich die Ressourcen zu fragen, warum die Person genau diese CN gesetzt hat. Dabei bekomme ich mehr oder weniger folgende Antworten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich möchte Betroffene vor einer ungewollten Konfrontation mit der Infektion schützen.</li>



<li>Ich möchte andere vor einer ungewollten Konfrontation mit der Infektion schützen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt zuerst sehr rücksichtsvoll und es gibt keinen Grund sich zu beschweren, oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, ganz so leicht ist es nicht. Zuerst einmal: Die HIV Infektion kann man als HIV positive Person nicht von sich trennen. Die Infektion ist da und ich muss mich mit ihr auseinander setzen, egal ob ich das möchte oder nicht. Als positive Person muss ich jeden Tag meine Tablette nehmen um nicht an AIDS zu erkranken und auf lange Sicht zu sterben. Das Stigma und die einhergehende Diskriminierung ist Teil des Lebens eines HIV positiven Menschen und es bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder nicht offen damit leben können und dürfen um sich der Diskriminierung und dem Stigma nicht auszusetzen oder sich genau diesem aussetzen. Egal welche von beiden Wegen ich wähle, die Infektion ist und bleibt Teil von mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube, vielen nicht positiven Personen ist gar nicht klar, wie stark das Stigma und einhergehende Diskriminierung auf positive Personen wirkt: <strong>25% der HIV positiven schämt sich, positiv zu sein</strong>, 27% sehen sogar bei sich selbst die Schuld, sich infiziert zu haben. Fast 30% haben ein negatives Selbstbild von sich selbst, weil sie HIV positiv sind, <strong>38% machen sich selbst Vorwürfe, sich infiziert zu haben</strong> und 43% haben das Gefühl, dass ihnen andere die schuld an ihrer Infektion geben. 56% haben mindestens eine negative Erfahrung im Gesundheitswesen aufgrund ihrer Infektion gemacht, <strong>10% wurde aufgrund ihres Status eine Gesundheitsleitung verweigert</strong>. 55% wurden wegen ihres Status sexuell zurück gewiesen (57% haben Angst vor sexueller Zurückweisung), <strong>28% erhielten sexualisierte Kommentare weil sie HIV positiv sind</strong>. <a href="https://www.idz-jena.de/fileadmin/user_upload/Projektberichte/DAH_IDZ_Positive-Stimmen_2.0_Forschungsbericht.pdf" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Das ist nur ein Ausschnitt aus einer aktuellen Studie der Aidshilfe, die ihr hier herunter laden könnt<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Scham, die Zurückweisung, das kommt alles nicht aus dem luftleeren Raum. <strong>Es gibt immer noch viel zu viel Unwissen über <a href="https://www.liebesleben.de/fuer-alle/hiv-aids/hiv-therapie/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Schutz durch Therapie<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a></strong>, allgemeine Vorurteile über Homosexualität speisen sich auch in die Vorurteile gegenüber Positiven mit ein, Sexualmoral existiert nun mal und HIV passt dort nicht rein – kurz: <a href="https://jascha.wtf/das-stigma-seid-ihr/" data-wpel-link="internal">Das Stigma seid ihr</a> und es ist untrennbar mit positiven Menschen Verbunden. <strong>CN HIV</strong> löst sich zu <strong>CN HIV positiv</strong> zu <strong>CN tomate</strong> auf – zumindest kommt das bei mir und vielen Positiven, mit dene ich in den letzten Jahren gesprochen habe, so an (bei diesen natürlich <strong>CN $name</strong>). Ihr warnt mit CN HIV vor uns positiven Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich benutze CNs aber nicht als Warnung sondern nur als Hinweis, um was es in einem Beitrag geht.“ und ich weiß schon wieder nicht, wo ich anfangen soll. Was ist ein Hinweis und was macht er? Die verschiedenen Definitionen sind sich darüber ziemlich einig, exemplarisch die aus dem <a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Hinweis" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Duden<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>: <em>Bemerkung oder Mitteilung, die in eine bestimmte Richtung zielt und jemandem etwas (besonders eine Kenntnisnahme oder ein Handeln) nahelegt</em>. Es geht also darum, dass vor einem Beitrag zur Kenntnis genommen wird, dass es um HIV geht. Das wiederum aber doch nur, <strong>weil es für jemanden unangenehm sein könnte</strong>, es gibt sonst keinen Grund, den Hinweis zu setzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Überlegt also, wenn ihr CN HIV setzt, was ihr damit bezweckt: Wollt ihr Menschen davor schützen, sich mit HIV auseinander setzen zu müssen? Das ist keine gute Idee, es müssen sich viel mehr Menschen mit HIV auseinander setzen, damit das Stigma abgebaut wird. Wollt ihr positive schützen, mit ihrer Infektion konfrontiert zu werden? <strong>Spart euch das, denn wir WISSEN dass wir positiv sind</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit der CN tragt ihr zur Unsichtbarkeit von HIV, tragt zur Unsichtbarkeit von positiven Menschen und ihrer Diskriminierungserfahrung, tragt zur Verhärtung des Stigma bei und verletzt damit HIV positive Menschen.</strong> Wenn Du nach Lesen dieses Beitrags immer noch findest, dass ein CN HIV notwendig ist, dann bist du Teil des Problems.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity">





<p class="wp-block-paragraph">Titelfoto: <a href="https://ccnull.de/foto/bloody-word-hiv/1012585" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Bloody word HIV<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> | <a href="https://ccnull.de/fotograf/marco-verch" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Marco Verch<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> | ccnull.de | <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">CC-BY 2.0<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> | Bearbeitung von Jascha Ezra Urbach</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/cn-hiv-warnt-doch-gleich-vor-positiven/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/cnhiv.jpg" length="20349" type="image/jpeg"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/cnhiv.jpg" width="1080" height="567" medium="image" type="image/jpeg"/>	</item>
		<item>
		<title>Alle Heten immer</title>
		<link>https://jascha.wtf/alle-heten-immer/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/alle-heten-immer/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 21:29:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hete]]></category>
		<category><![CDATA[Heten]]></category>
		<category><![CDATA[Heteros]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=310</guid>

					<description><![CDATA[Heten. 

Über die schreibe ich ja öfter und der Begriff sorgt für Verwirrung, wer denn damit gemeint ist und immer wieder muss ich erklären, dass jemand nicht damit gemeint ist und da bleibt natürlich die Frage im Raum, WER damit gemeint ist.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 2</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Heten. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die schreibe ich ja öfter und der Begriff sorgt für Verwirrung, wer denn damit gemeint ist und immer wieder muss ich erklären, dass jemand nicht damit gemeint ist und da bleibt natürlich die Frage im Raum, WER damit gemeint ist. </p>



<span id="more-310"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hete</strong> ist ein politischer Begriff der eben nicht nur heterosexuelle Menschen umfasst, sondern alle Menschen, die heterosexuelle Normen an queere Menschen anlegen. Schreibe ich z.B. über den CSD und dass ich dort ein Fetischverbot für falsch halte, bezeichne ich diejenigen, die das Verbot wollen als <strong>Hete</strong> – denn sie argumentieren und handeln strukturell genauso wie cis hetero allosexuel[mfn]Allosexuell beschreibt Personen, die sich sexuell zu anderen Menschen hingezogen fühlen.[/mfn] dyadische[mfn]Als dyadisch oder endogeschlechtlich werden Menschen bezeichnet, die nicht&nbsp;inter&nbsp;sind, also deren Körper in eine eindeutige medizinische Norm von&nbsp;männlichen&nbsp;bzw.&nbsp;weiblichen Körpern&nbsp;passen[/mfn] Menschen. Wenn ein schwuler Mann fordert, dass „die Schwulen halt nicht so auffallen sollen, dann wäre die Mehrheitsgesellschaft auch nicht so negativ eingestellt“, dann ist er in diesem Augenblick eine <strong>Hete</strong>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine lesbische Frau kommt mit Biologismus um gegen trans Menschen zu wettern? Diese Frau ist in dem Augenblick eine <strong>Hete</strong>. Es ist also sehr einfach: <strong>Immer dann, wenn ein Mensch mit den gleichen Forderungen und (Nicht)Argumenten kommt, die die Mehrheitsgesellschaft gegen queere Menschen aufstellt, dann ist diese Person eine Hete. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt, cis hetero allosexuellen dyadischen Menschen sind alle <strong>Heten</strong>? Die Antwort findest Du im <strong>In der Regel sind das Heten außer halt, es sind keine.</strong> Das mag verwirrend klingen, ist es aber nur aufs erste Lesen. Wenn ich etwas mit „die <strong>Heten</strong>“ kommentiere und du hast ein irritierendes und unwohles Gefühl im Bauch dann reflektiere dieses Gefühl und überlege, warum das so ist, welche der Aussagen dich irritiert, das Unwohlsein ausgelöst hat. <strong>Wenn es ein Teil meiner Aussage war, die deine Einstellung oder Gedanken zu einem Thema treffen, dann warst Du mit Hete mitgemeint. Es ist wirklich so einfach.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">


]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/alle-heten-immer/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/allehetenimmer.jpg" length="124289" type="image/jpeg"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/allehetenimmer.jpg" width="1200" height="859" medium="image" type="image/jpeg"/>	</item>
		<item>
		<title>Alte Wunden heilen</title>
		<link>https://jascha.wtf/alte-wunden-heilen/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/alte-wunden-heilen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2020 21:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erzählt]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Street Day]]></category>
		<category><![CDATA[Coming out]]></category>
		<category><![CDATA[CSD]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Dorf]]></category>
		<category><![CDATA[Fetisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kink]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTQI]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Pride]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Stonewall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=35</guid>

					<description><![CDATA[1996. Ich lebe auf dem Land und will seit Jahren sagen, dass ich Männer toll finde. In diesem Jahr sage ich es. Ich bin 15 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 3</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<p class="wp-block-paragraph">1996. Ich lebe auf dem Land und will seit Jahren sagen, dass ich Männer toll finde. In diesem Jahr sage ich es. Ich bin 15 und allein. Klar, man hat nix gegen Schwule – es ist halt nur so ein Schimpfwort auf dem Schulhof. „Schwule sind etwas Schlechtes“ ist das, was bei mir ankommt. Da ich schwul bin, bin ich also etwas Schlechtes.</p>



<span id="more-35"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schule bekamen wir nur die Information, dass es Homosexualität gab, dass inzwischen keiner mehr dafür ins Gefängnis ging und dass man Schwule nicht diskriminierte. Über Lesben, Trans* und Inter-Menschen erfuhren wir damals nichts. So richtig hatte ich noch nicht verstanden, was „schwul“, was „queer“ bedeutet. LGBTQI* sagte mir noch nichts. Die Regenbogenfahnen kannte ich nur als „Friedensfahne“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu meinem Glück fand ich über das Internet Zugang zu Newsgroups und Foren und probierte dort – neben jeder Menge Unfug –, etwas über mich herauszufinden. Mit Erwachsenen konnte und mochte ich nicht darüber reden. In der Bibliothek gab es zwar entsprechende Bücher, aber ich wollte nicht, dass jemand erfuhr, dass ich solche Bücher auslieh. Und die Bibliothekarin bei uns war ebenso geschwätzig wie mein Arzt. Auf dem Land gab es für mich außerhalb meines Zimmers keine Privatsphäre. Es gab nur Ablehnung, Häme, „das ist eine Phase“ und Freunde, die sich mit mir plötzlich nicht mehr treffen wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwule waren dann okay, wenn sie nicht in der Nachbarschaft wohnten und man nicht direkt mit ihnen zu tun hatte. Immer mit ausreichender Distanz und „Sicherheitsabstand“. Es war ätzend, denn ich wollte nicht auf Distanz gehalten werden, nur weil ich anders war. Manchmal sah ich im Fernsehen die Berichte über den CSD in Frankfurt. Frankfurt, eine Stunde entfernt, aber für mich unerreichbar. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass der auch für mich war, denn dort waren die „anderen Schwulen“. Die immer gleichen Fernsehbilder der schrillen, freizügigen und tuntigen Schwulen und die Reaktionen und Kommentare meines Umfelds verunsicherten mich. Was dort zu sehen war, was dazu gesagt wurde, war ganz anders, als ich mich wahrnahm. „Und außerdem sind das alles Pädophile“, hörte ich einmal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich kurz Mut fasste, mir überlegte, ob das doch auch eine Veranstaltung für Menschen wie mich war – was wäre, wenn mich dort jemand gesehen hätte?! Nein, das war keine Option.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach meiner HIV-Infektion, Mitte der 2010er Jahre, brach meine Welt zusammen. Ich wusste nicht mehr, wo oben oder unten war und die nächsten zwei Jahre war ich mir selbst noch fremder als jemals zuvor. Wer war ich überhaupt? Und das obwohl ich um die Therapien, Nichtübertragbarkeit und vieles wusste. Erst der Rückhalt durch meine jetzigen Freund*innen half mir, wieder den Boden unter den Füßen zu spüren. So einen Rückhalt hätte ich 1996 ebenfalls gebraucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen hat sich vieles geändert. Ich habe mich verändert. 2018 war ich auf dem Berliner CSD, wie vorher schon auf vielen anderen CSDs. Bisher war ich nur für das abstrakte Politische und natürlich für die Solidarität mit anderen da. Aber 2018 lief ich bei der Demo mit – im Lederharness und Jock. Ich war gerade in einer Phase, in der ich mich sexuell neu fand, ausprobierte, Fetische und Kinks erkundete und mich selbst lieben lernte. Es war eine große, geile Party, ich traf eine Menge alte Bekannte sowie Freund*innen und lernte neue Menschen kennen. Den Rest des Abends lies ich mich über den CSD treiben. Und plötzlich verstand ich es. Plötzlich wusste ich, wofür der CSD da war – da sein soll, da sein MUSS! Der CSD ist die ultimative Demonstration unserer selbst. Wir sind da! Wir sind verschieden! Wir haben ein paar Kilometer Stadt für uns und unterliegen ausnahmsweise, wenn auch nur ganz kurz einmal nicht den Regeln dieser cis-heteronormativen Mehrheitsgesellschaft. Hier sind wir, die Schwulen, die Bisexuellen, die Lesben, cis, trans*- und intersexuelle Menschen, aromantisch, asexuell oder hypersexuell, mit und ohne Fetische, HIV positiv oder nicht. Hier sind alle Buchstaben aus LGBTQI* vertreten, und noch viele Buchstaben mehr. Eine große, bunte, vielfältige, individuelle und doch solidarische Community. Das ist es, was für mich den CSD ausmacht: Die Menschen auf der Straße zu sehen, mit ihnen zu demonstrieren, zu feiern und zu wissen, dass ich nicht allein bin. Niemand von uns ist das.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Jahr gehe ich wieder auf den CSD*. Ich gehe für mich, damit alte Wunden heilen können. Ich gehe aber auch für die, die wie ich früher nicht offen sagen können, wie sie lieben, begehren und welche Identität sie haben. Ich laufe mit und bin sichtbar, um zu zeigen, dass sie nicht allein sind.<br>*[Anmerkung: Der Text entstand zum CSD 2019 und dem 50. Jahrestag der Stonewall-Aufstände]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind, wie wir sind, und wir sind gut, so wie wir sind. Wir sind viele und wir gehen nicht weg. Und: Wir lassen uns unser Recht auf Selbstbestimmung von niemandem einschränken oder nehmen!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px"><em>Der Beitrag erschien zuerst bei <a href="http://hessen-ist-geil.de/alte-wunden-heilen-stephan-urbach/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">HESSEN IST GEIL<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>, dem Präventionsprojekt der Aidshilfe Hessen.</em></p>


]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/alte-wunden-heilen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/altewundenheilen.jpg" length="147529" type="image/jpeg"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/altewundenheilen.jpg" width="913" height="1024" medium="image" type="image/jpeg"/>	</item>
		<item>
		<title>SZ.de: „Ich möchte, dass alle Plattformen Nazi-Propaganda löschen“</title>
		<link>https://jascha.wtf/sz-de-ich-moechte-dass-alle-plattformen-nazi-propaganda-loeschen/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/sz-de-ich-moechte-dass-alle-plattformen-nazi-propaganda-loeschen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Oct 2012 17:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=170</guid>

					<description><![CDATA[Die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung – SZ.de – hat mich gefragte Bic nicht einen Artikel über Löschen statt Herren, Meinungsfreiheit und wie das alles zusammenhängt zu schreiben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> &lt; 1</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minute</span></span>
<p class="wp-block-paragraph">Die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung – SZ.de – hat mich gefragte Bic nicht einen Artikel über Löschen statt Herren, Meinungsfreiheit und wie das alles zusammenhängt zu schreiben.</p>



<span id="more-170"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.sueddeutsche.de/digital/meinungsfreiheit-im-internet-ich-moechte-dass-alle-plattformen-nazi-propaganda-loeschen-1.1501232" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">Der Bitte bin ich gerne nachgekommen und hier ist der Artikel frei verfügbar.<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px"><strong>Bildnachweise<br></strong>Titelbild Screenshot von www.sueddeutsche.de, eigenes Werk</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/sz-de-ich-moechte-dass-alle-plattformen-nazi-propaganda-loeschen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/sueddeutsceh_propagandaloeschen.png" length="45894" type="image/png"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/sueddeutsceh_propagandaloeschen.png" width="1984" height="826" medium="image" type="image/png"/>	</item>
	</channel>
</rss>
