<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/">

<channel>
	<title>Sex - jascha.wtf</title>
	<atom:link href="https://jascha.wtf/tag/sex/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://jascha.wtf</link>
	<description>Dies&#38;Das&#38;Jenes</description>
	<lastBuildDate>Wed, 31 Jan 2024 17:15:44 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>

<image>
	<url>https://jascha.wtf/wp-content/uploads/cropped-favicon-1-1-32x32.jpg</url>
	<title>Sex - jascha.wtf</title>
	<link>https://jascha.wtf</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<atom:link rel="hub" href="https://pubsubhubbub.appspot.com"/>
<atom:link rel="hub" href="https://pubsubhubbub.superfeedr.com"/>
<atom:link rel="hub" href="https://websubhub.com/hub"/>
<atom:link rel="self" href="https://jascha.wtf/tag/sex/feed/"/>
<atom:link rel="search" type="application/opensearchdescription+xml" title="Search jascha.wtf" href="https://jascha.wtf/wp-json/opensearch/1.1/document" />	<item>
		<title>LUCKY LOVE – MASCULINITY</title>
		<link>https://jascha.wtf/lucky-love-masculinity/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/lucky-love-masculinity/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2024 17:15:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTQI]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=2309</guid>

					<description><![CDATA[Seit ein paar Monaten schon habe ich diesen Song als Ohrwurm. Eigentlich nicht meine Art Musik; ich fühle halt den Text sehr und dieser Song hat bei mir so einige Gedankengänge losgestoßen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> &lt; 1</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minute</span></span>
<p class="wp-block-paragraph">Seit ein paar Monaten schon habe ich diesen Song als Ohrwurm. Eigentlich nicht meine Art Musik; ich fühle halt den Text sehr und dieser Song hat bei mir so einige Gedankengänge losgestoßen.</p>



<figure class="wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px"><strong>Falls Du hier kein Video siehst und keine Schaltfläche, um es zu laden, blockierst du Borlabs Cookies incl. Content Blocker, was für mich total fein ist. Dann musst Du selbst klicken, um das Video auf&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=OCw6wvro6K8" target="_blank" rel="noreferrer noopener external" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">YouTube zu sehen<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px"><strong>Bildnachweis<br></strong>Screenshot aus dem Video MASCULINITY von LUCKY LOVE</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/lucky-love-masculinity/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2024-01-31-um-18.08.20.png" length="1386197" type="image/png"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2024-01-31-um-18.08.20.png" width="3360" height="2100" medium="image" type="image/png"/>	</item>
		<item>
		<title>Das Stigma seid ihr</title>
		<link>https://jascha.wtf/das-stigma-seid-ihr/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/das-stigma-seid-ihr/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2021 11:09:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Dannecker]]></category>
		<category><![CDATA[Mitleid]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Stigma]]></category>
		<category><![CDATA[Strafe]]></category>
		<category><![CDATA[Unwohlsein]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=329</guid>

					<description><![CDATA[HIV und Stigma ist eine niemals endende Geschichte. Lange habe ich darüber nachgedacht, was das Stigma für mich bedeutet und über die Jahre habe ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 2</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<p class="wp-block-paragraph">HIV und Stigma ist eine niemals endende Geschichte. Lange habe ich darüber nachgedacht, was das Stigma für mich bedeutet und über die Jahre habe ich natürlich verschiedenste Diskriminierung aufgrund HIV erfahren (diese aufzuzählen wäre müßig). Viele Gespräche mit anderen positiven Menschen, Diskussionen mit auf Twitter und in anderen Medien, Vorträge von Expert*innen und natürlich meine eben angesprochene eigene Erfahrung brachten nicht so wirklich ein Ergebnis, denn das was ich sagen will, dafür fehlten mir die Worte. Bis jetzt.</p>



<span id="more-329"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe einer Lesung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Dannecker" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right"><strong>Martin Dannecker</strong><span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> beiwohnen dürfen, in der er aus seinem Buch „Fortwährende Eingriffe – Aufsätze, Vorträge und Reden zu HIV und AIDS aus vier Jahrzehnten“[mfn]Fortwährende Eingriffe – Dannecker, Martin – Taschenbuch, 232 Seiten – Männerschwarm Verlag 2019 ISBN 9783863002718.<br>Auch als <a href="https://www.aidshilfe.de/shop/pdf/10470" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right"> kostenfreier Download<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a> bei der Deutschen Aidshilfe[/mfn] gelesen hat. Dank seinem ersten gelesenem Text aus dem Jahr 1986 „AIDS und die Homosexuellen“, der im übrigen auch dieses Jahr geschrieben hätte werden können, finde ich endlich die Worte, die ich so lange gesucht habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor ich ein wenig aushole, noch eine Vorbemerkung: Was ich nun beschreibe und erzähle, trifft nicht auf alle Menschen zu, vor allem nicht auf diejenigen, die sich mit HIV, der Ansteckungsmöglichkeiten und Prävention von Ansteckungen auseinander gesetzt haben und oft selbst queer sind. Für diejenigen mag es aber trotzdem interessant sein, die folgenden Zeilen zu lesen. <strong>Wie immer gilt: Fühlst Du dich von den Dingen, die ich hier schreibe angesprochen und unangenehm berührt, dann reflektiere Dein Unwohlsein</strong>. Es ist zu unser aller Bestem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hole also ein wenig aus: Sehr oft, wenn ich Menschen erzähle, dass ich HIV positiv bin, bekomme ich „<strong>den Blick</strong>“. „Der Blick“ besteht aus ehrlichem <strong>Mitleid</strong>, denn die Person glaubt, dass ich demnächst an AIDS sterben werde und <strong>Ekel</strong>, denn ich hatte 1. Sex mit einem Mann und 2. habe ich mich auch noch in den Arsch ficken lassen. Natürlich liegt die Person halb falsch, denn ich werde nicht an AIDS sterben sondern bei meinem Lebenswandel eher an eine Herzinfarkt. Die Person weiß gar nicht, dass HIV Positive mit ihren Medikamenten sehr gut und lange leben können. Der zweite Teil des Blicks ist es, auf den ich nun meine Aufmerksamkeit lege. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„AIDS ist eine Metapher des laxen Umgangs mit der Sexualität“ schrieb Martin Dannecker in seinem Aufsatz „AIDS und die Homosexuellen“ 1985 und das ist es auch, was nach wie vor in dem Ekel Ausdruck findet. Ich bin eklig, denn ich habe mich entschieden, meine Sexualität (schwul) frei zu leben, auszuleben (in den Arsch!) und dabei noch nicht einmal ein Kondom zu verwenden (Verhüten kann er auch nicht). <strong>HIV/AIDS ist in ihren Augen die Strafe dafür, dass ich schwul bin, weil ich nicht spure, nicht ihrer Sexualmoral folge leiste.</strong> Martin hat die ganzen Zusammenhänge in seinem Aufsatz viel besser dargelegt als ich es je könnte ich bin nur froh, dass ich endlich verstehe, dass es die Metapher, die Erzählung AIDS ist, die das Stigma bewirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Stigma HIV und die Diskriminierung schwuler Männer gehen Hand in Hand – ohne letzteres würde das Stigma wohl ganz anders aussehen, wenn es denn überhaupt eines gäbe. Für mich gilt nach wie vor: wenn wir das Stigma HIV los werden wollen, müssen wir auch die Bewertung von ausgelebter Sexualität loswerden. So lange ihr nicht darauf klar kommt, dass sich Menschen nun mal in den Arsch ficken, werdet ihr auch nicht auf HIV klar kommen, denn das ist die erste Erzählung, die den meisten Menschen einfällt, ob sie wollen oder nicht. <strong>Das Stigma seid ihr.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachtrag 15.08.2021: Von oben genannter Lesung gibt es den Mitschnitt auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=lAZyWT8KcTE" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">YouTube<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a></strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>


]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/das-stigma-seid-ihr/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/img137109261.jpg" length="154848" type="image/jpeg"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/img137109261.jpg" width="2240" height="1200" medium="image" type="image/jpeg"/>	</item>
		<item>
		<title>Alte Wunden heilen</title>
		<link>https://jascha.wtf/alte-wunden-heilen/</link>
					<comments>https://jascha.wtf/alte-wunden-heilen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[tomate]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2020 21:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erzählt]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Street Day]]></category>
		<category><![CDATA[Coming out]]></category>
		<category><![CDATA[CSD]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Dorf]]></category>
		<category><![CDATA[Fetisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kink]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTQI]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Pride]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Stonewall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jascha.wtf/?p=35</guid>

					<description><![CDATA[1996. Ich lebe auf dem Land und will seit Jahren sagen, dass ich Männer toll finde. In diesem Jahr sage ich es. Ich bin 15 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<span class="span-reading-time rt-reading-time" style="display: block;"><span class="rt-label rt-prefix">Lesedauer</span> <span class="rt-time"> 3</span> <span class="rt-label rt-postfix">Minuten</span></span>
<p class="wp-block-paragraph">1996. Ich lebe auf dem Land und will seit Jahren sagen, dass ich Männer toll finde. In diesem Jahr sage ich es. Ich bin 15 und allein. Klar, man hat nix gegen Schwule – es ist halt nur so ein Schimpfwort auf dem Schulhof. „Schwule sind etwas Schlechtes“ ist das, was bei mir ankommt. Da ich schwul bin, bin ich also etwas Schlechtes.</p>



<span id="more-35"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schule bekamen wir nur die Information, dass es Homosexualität gab, dass inzwischen keiner mehr dafür ins Gefängnis ging und dass man Schwule nicht diskriminierte. Über Lesben, Trans* und Inter-Menschen erfuhren wir damals nichts. So richtig hatte ich noch nicht verstanden, was „schwul“, was „queer“ bedeutet. LGBTQI* sagte mir noch nichts. Die Regenbogenfahnen kannte ich nur als „Friedensfahne“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu meinem Glück fand ich über das Internet Zugang zu Newsgroups und Foren und probierte dort – neben jeder Menge Unfug –, etwas über mich herauszufinden. Mit Erwachsenen konnte und mochte ich nicht darüber reden. In der Bibliothek gab es zwar entsprechende Bücher, aber ich wollte nicht, dass jemand erfuhr, dass ich solche Bücher auslieh. Und die Bibliothekarin bei uns war ebenso geschwätzig wie mein Arzt. Auf dem Land gab es für mich außerhalb meines Zimmers keine Privatsphäre. Es gab nur Ablehnung, Häme, „das ist eine Phase“ und Freunde, die sich mit mir plötzlich nicht mehr treffen wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwule waren dann okay, wenn sie nicht in der Nachbarschaft wohnten und man nicht direkt mit ihnen zu tun hatte. Immer mit ausreichender Distanz und „Sicherheitsabstand“. Es war ätzend, denn ich wollte nicht auf Distanz gehalten werden, nur weil ich anders war. Manchmal sah ich im Fernsehen die Berichte über den CSD in Frankfurt. Frankfurt, eine Stunde entfernt, aber für mich unerreichbar. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass der auch für mich war, denn dort waren die „anderen Schwulen“. Die immer gleichen Fernsehbilder der schrillen, freizügigen und tuntigen Schwulen und die Reaktionen und Kommentare meines Umfelds verunsicherten mich. Was dort zu sehen war, was dazu gesagt wurde, war ganz anders, als ich mich wahrnahm. „Und außerdem sind das alles Pädophile“, hörte ich einmal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich kurz Mut fasste, mir überlegte, ob das doch auch eine Veranstaltung für Menschen wie mich war – was wäre, wenn mich dort jemand gesehen hätte?! Nein, das war keine Option.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach meiner HIV-Infektion, Mitte der 2010er Jahre, brach meine Welt zusammen. Ich wusste nicht mehr, wo oben oder unten war und die nächsten zwei Jahre war ich mir selbst noch fremder als jemals zuvor. Wer war ich überhaupt? Und das obwohl ich um die Therapien, Nichtübertragbarkeit und vieles wusste. Erst der Rückhalt durch meine jetzigen Freund*innen half mir, wieder den Boden unter den Füßen zu spüren. So einen Rückhalt hätte ich 1996 ebenfalls gebraucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen hat sich vieles geändert. Ich habe mich verändert. 2018 war ich auf dem Berliner CSD, wie vorher schon auf vielen anderen CSDs. Bisher war ich nur für das abstrakte Politische und natürlich für die Solidarität mit anderen da. Aber 2018 lief ich bei der Demo mit – im Lederharness und Jock. Ich war gerade in einer Phase, in der ich mich sexuell neu fand, ausprobierte, Fetische und Kinks erkundete und mich selbst lieben lernte. Es war eine große, geile Party, ich traf eine Menge alte Bekannte sowie Freund*innen und lernte neue Menschen kennen. Den Rest des Abends lies ich mich über den CSD treiben. Und plötzlich verstand ich es. Plötzlich wusste ich, wofür der CSD da war – da sein soll, da sein MUSS! Der CSD ist die ultimative Demonstration unserer selbst. Wir sind da! Wir sind verschieden! Wir haben ein paar Kilometer Stadt für uns und unterliegen ausnahmsweise, wenn auch nur ganz kurz einmal nicht den Regeln dieser cis-heteronormativen Mehrheitsgesellschaft. Hier sind wir, die Schwulen, die Bisexuellen, die Lesben, cis, trans*- und intersexuelle Menschen, aromantisch, asexuell oder hypersexuell, mit und ohne Fetische, HIV positiv oder nicht. Hier sind alle Buchstaben aus LGBTQI* vertreten, und noch viele Buchstaben mehr. Eine große, bunte, vielfältige, individuelle und doch solidarische Community. Das ist es, was für mich den CSD ausmacht: Die Menschen auf der Straße zu sehen, mit ihnen zu demonstrieren, zu feiern und zu wissen, dass ich nicht allein bin. Niemand von uns ist das.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Jahr gehe ich wieder auf den CSD*. Ich gehe für mich, damit alte Wunden heilen können. Ich gehe aber auch für die, die wie ich früher nicht offen sagen können, wie sie lieben, begehren und welche Identität sie haben. Ich laufe mit und bin sichtbar, um zu zeigen, dass sie nicht allein sind.<br>*[Anmerkung: Der Text entstand zum CSD 2019 und dem 50. Jahrestag der Stonewall-Aufstände]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind, wie wir sind, und wir sind gut, so wie wir sind. Wir sind viele und wir gehen nicht weg. Und: Wir lassen uns unser Recht auf Selbstbestimmung von niemandem einschränken oder nehmen!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:16px"><em>Der Beitrag erschien zuerst bei <a href="http://hessen-ist-geil.de/alte-wunden-heilen-stephan-urbach/" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="external noopener noreferrer" class="wpel-icon-right">HESSEN IST GEIL<span class="wpel-icon wpel-image wpel-icon-3"></span></a>, dem Präventionsprojekt der Aidshilfe Hessen.</em></p>


]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jascha.wtf/alte-wunden-heilen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<enclosure url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/altewundenheilen.jpg" length="147529" type="image/jpeg"/><media:content url="https://jascha.wtf/wp-content/uploads/altewundenheilen.jpg" width="913" height="1024" medium="image" type="image/jpeg"/>	</item>
	</channel>
</rss>
