Ö1: Digital.Leben: Wie Wikipedia mit Geschlechtsidentität umgeht
Ich habe mit Ö1 gesprochen und hier könnt ihr es bis zum 25.01.2022 nachhören leider ist der Beitrag nicht mehr in der ORF Mediathek.
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Am 25.11.21 hatte ich Euch allen meinen Namen und meine geschlechtliche Identität mitgeteilt. Ein Wikipedianer änderte ein paar Wochen später den Wikipedia-Eintrag über mich, um die Realität abzubilden. Darauf hin gab es eine Breite Diskussion darüber, wie ich denn wirklich heiße und ich durfte den schmerzhaften Prozess miterleben, dass andere Menschen darüber abstimmen, wer ich denn bin.
Es war, wie jedes Jahr, Welt AIDS Tag und dieses Jahr hat mich das Queer-Lexikon gefragt, ob ich nicht ein bisschen über die Geschichte von AIDS und dem aktuellen Stand schreiben könnte. Natürlich konnte ich das und ihr könnt drüben beim Queer-Lexikon meinen Text „Die AIDS-Pandemie“ nachlesen.
Schuld. Du bist schuldig. Du schuldest etwas. Im Namen des Volkes: der Angeklagte ist schuldig. Eva ist schuld an der Ursünde.
Schuld hat biblisches Alter. Es gibt die eigene Schuld, das Fremdverschulden, die Kollektivschuld und bestimmt noch viele Formen mehr. Kurz gesagt ist Schuld die Verursachung eines Übels. Sie zieht Verpflichtungen nach sich, je nach Kontext in Form materieller Entschädigung, ritueller Reinigung der Gemeinschaft oder anderer Formen der Wiedergutmachung.
Schuld kommt auch immer wieder im Kontext von Sexualität vor, besonders wenn es um übertragbare sexuelle Infektionen und speziell wenn es um HIV geht. Wie fast jeder HIV positive habe ich mir natürlich auch die Frage nach der Schuld gestellt. Womit habe ich mich schuldig gemacht, das sich das verdient habe? Aber auch: bin ich selbst schuld?
Auf Twitter hab ich es kurz und schmerzlos gemacht:
Nennt mich nie wieder Stephan. Oder Herr Urbach. @herrurbach geht, tomate geht natürlich auch. Ansonsten: Jascha. Pronomen er/ihn, Geschlechtseintrag (wenn es denn machbar ist) keiner, Gender Demimale.
Danke für das beachten der Sicherheitshinweise.
Eben bekam ich eine Email von der Shuttleworth Foundation, dass ich 5000 USD bekomme. Für… ja für was eigentlich?
Was ist das eigentlich mit den queeren Menschen da draußen? Also, nicht mit allen, sondern mit denen, die ständig mitteilen müssen, dass ihre Queerness ja nichts besonderes sei und sie auf keinen Fall anders behandelt werden wollen als nicht-queere Menschen. Ja nicht auffallen, ja nicht die eigene Andersartigkeit anerkennen. Nicht auffallen. Nicht bei der Mehrheitsgesellschaft anecken. Langweilig sein. Cis sein. Hetero sein. Mindestens die „Normalität“ kopieren, wenn nicht gar von ihr assimiliert werden. „Wie sollen wir denn akzeptiert werden, wenn wir uns als etwas besonderes ansehen?“ werde ich oft gefragt. Meine Antwort ist recht einfach: Wir sind etwas besonderes.
Es war Frankfurter Buchmesse und ich glaube, fast jede Person hat mitbekommen, dass Jasmina Kuhnke ihre Teilnahme abgesagt hat, weil mal wieder rechte Verlage auf der Buchmesse einen Stand hatten. Nicht nur Jasmina hat abgesagt, sondern noch ein paar weiter Schwarze Autor*innen.
Ich war ja auch mal als Autor auf der Buchmesse und habe damals mein Buch .NEUSTART vorgestellt und schon damals 2015 gab es ein Naziproblem. Über die absurde Begebenheit könnt ihr hier jetzt alles erfahren.
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